Kooperative Spiele – Was Sie wissen müssen!

Haben Sie schon mal was von kooperativen Spielen gehört? Nein? Dann erklären wir Ihnen in diesem Beitrag was „kooperative Spiele“ sind. In unserem Artikel zeigen wir Ihnen die Einsatzgebiete und nennen ein paar Anwendungsbeispiele.

Kooperative Spiele – Gemeinsam zum Erfolg

Was sind kooperative Spiele?

Unter einem kooperativen Spiel versteht man eine Spielart, bei der nicht der Erfolg eines einzigen Spielers im Vordergrund steht, sondern das gemeinsame Gewinnen bzw. Lösen von Aufgaben. Das bedeutet, dass die Mitspieler zusammen und gemeinschaftlich ein Ziel verfolgen und erreichen sollen.

Kooperative Spiele stehen in einer Beziehung zu der New-Games-Bewegung der 1960er- und 1970er-Jahre. Auch hier ist das Ziel, die Gruppendynamik der beteiligten Spieler zu erhöhen bzw. zu fördern. Bei den „New-Games“ gibt es keine „Gewinner“ oder „Verlierer“. Diese Spielpädagogik hat sich mittlerweile in vielen Sportunterrichtsstunden und Trainingseinheiten integriert. Besonders gut eignet sich dieses Spielprinzip für Kennenlern- und Zusammenführungsspiele neuer Personengruppen.

Kooperative Spiele verfolgen außerdem viele pädagogische Ziele, bei denen unter anderem die Kooperationsbereitschaft, Vertrauensbildung und Hilfsbereitschaft im Vordergrund stehen. Außerdem fördert diese Spielart die Integration stigmatisierter oder schwächerer Teilnehmer und erhöht deren soziale Kompetenz.

Welche Arten von kooperativen Spielen gibt es?

Je nach Zielsetzung bzw. Spielweise unterscheidet man kooperative Spiele in folgende Formen:

  • Kooperative Bewegungsspiele
  • Kooperative Brettspiele
  • Kooperative Videospiele
  • Kooperative Friedensspiele
  • Spiele mit zeitweiliger Kooperation

Für Sportlehrer, Trainer und sonstige pädagogische Lehrkräfte eignen sich in den meisten Fällen kooperative Bewegungsspiele, Friedensspiele oder auch Spiele mit zeitweiligen Kooperationen. In diesem Artikel werden wir Ihnen im Anschluss noch ein paar Anwendungsbeispiele aufzeigen.

Kooperative Spiele für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Kinder sollten schon sehr früh im Leben erfahren und lernen, was Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit bedeutet. Vor allem im Berufsleben sind diese Eigenschaften notwendig.

Leider hat sich in den letzten Jahrzehnten die menschliche Natur stark verändert. Für viele hat der Gedanke „Ich bin mir am nächsten“ einen größeren Stellenwert eingenommen als er sollte. Dank der überzivilisierten Kulturlandschaft vergessen wir unsere instinktiven Fähigkeiten, insbesondere die der Teamfähigkeit.

Sicherlich haben Sie als Trainer oder Lehrer es mehrfach erlebt, dass viele einfache Spielformen aus den unterschiedlichsten Gründen im Chaos enden. Vor allem deswegen, weil Kinder und Jugendliche oftmals keine Niederlagen akzeptieren können oder wollen oder auch, weil sie bisher nicht gelernt haben, das Problem gemeinschaftlich zu lösen.

Deswegen ist es wichtig, dass nicht nur Eltern die sozialen Kompetenzen Ihrer Kinder fördern, sondern auch Sie als Trainer oder Lehrer. Binden Sie in Ihren Lehrmethoden „kooperative Spiele“ ein und verbessern Sie auf diesem Wege das Gemeinschaftsgefühl und die sozialen Fähigkeiten Ihrer Schützlinge. Stellen Sie bei den Aufgaben oder Spielen das Miteinander in den Vordergrund. Um das reine Siegen und Verlieren geht es dabei nicht.

Reflektieren Sie am Ende des Trainings oder der Unterrichtstunde gemeinschaftlich die Lösungen und das Erlebte mit Ihren Schülern.

Anwendungsbeispiele für kooperative Spiele

Der Deutsche Turner-Bund (kurz DTB) und der Deutsche Fußball-Bund (kurz DFB) haben einige Beispiele für Kooperationsspiele auf ihrer Seite veröffentlicht. Wir stellen Ihnen davon zwei sehr interessante Spiele vor, die Sie in Ihrem Unterricht oder Training integrieren können.

Hasenjagd – Ideal für Kitas und Kindergärten

Bei der Hasenjagd geht es darum, dass ein Jäger versucht alle Hasen zu entdecken. Alle Kinder, die Hasen sind, müssen regungslos auf dem Boden liegen oder sitzen. Sie dürfen sich auf keinen Fall bewegen, außer Augenzwinkern. Entdeckt der Jäger einen Hasen dabei, wie dieser sich bewegt, wird der Hase ebenfalls zum Jäger.

Die Jäger dürfen alles probieren, damit sich die Hasen bewegen – außer Anfassen, das ist nicht erlaubt. Sind alle Hasen entdeckt, ist das Spiel vorbei.

Teamwork ist gefragt

Bei dieser Aufgabe ist Teamwork gefragt. Alle Kinder stellen sich auf einer Turnbank nebeneinander. Ein Kind, das am Ende der Bank steht, muss nun versuchen, an allen Kindern vorbeizukommen. Dabei darf das Kind den Boden nicht berühren. Sobald ein stehendes Kind von der Turnbank herunterfällt, muss das andere Kind erneut starten. Hat es die Aufgabe bewältig, startet das nächste Kind aus der Reihe.

Erhöhen Sie den Schwierigkeitsgrad, indem Sie die Bank auf die breite Seite stellen, also mit der schmalen Seite nach oben.

Weitere tolle Ideen für den Sportunterricht bekommen Sie auf dem YouTube-Kanal von "Bewegung-Sport-Gesundheit". Hier haben wir noch ein tolles Video für Sie zum Thema "Kooperative Spiele" von dem YouTube-Kanal:

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